stammt aus der Schweiz und war bereits in den 70er-Jahren ein erfolgreicher Songwriter – parallel zu seiner internationalen Golfkarriere. Mit nur 16 Jahren schrieb er seinen ersten Hit. Es folgten über hundert weitere Titel mit Veröffentlichungen in 27 Ländern. Zahlreiche deutsche und internationale Künstler – darunter Udo Lindenberg, Alexis Korner, Love Generation, Demon Thor, Jürgen Drews, Jay C. Cory, Cockpit, Daniela Davoli und viele andere – interpretierten seine Songs. Er komponierte die Musik zum Musical „Tell“, das in der Schweiz einen Skandal auslöste, während die gleichnamige Schallplatte sämtliche deutschsprachigen Charts erreichte.
Im Alter von 26 Jahren beendete Fortmann seine Karriere als Rockmusiker und widmete sich vertiefenden Studien in Komposition und Instrumentation. Diese Phase bildete das Fundament für ein umfangreiches Werk, das Kammermusik, Bühnen-, Orchester-, Chor-, Klavier- und Orgelwerke sowie mehrere Liederzyklen umfasst.
Seine Arbeit wurde durch zahlreiche Aufträge und Stipendien unterstützt, unter anderem vom Schweizer Bundesamt für Kultur, dem Opernhaus Zürich, Open Opera St. Gallen, Bühne Aarau, Espace Nuithonie, der Stadt Zürich, der Europäischen Union (Kaleidoskop), der Universität Schlesien, der Universität Houston, der Carnegie Hall und mehreren Festivals wie Murten Classics, Gaia Festival und dem Salerno Piano Festival usw.
Fortmanns kompositorischer Ansatz ist geprägt von einer kontinuierlichen Suche nach der jeweils adäquaten Form eines Werkes. Dies führte zu einem sehr persönlichen Stil, in dem bei oft komplex angelegten Strukturen stets die direkte emotionale Verbindung zum Zuhörer im Mittelpunkt steht. Konstruktion und Vitalität, formale Logik und sinnliche Wirkung verbinden sich dabei zu einer organischen Einheit, in der auch scheinbar gegensätzliche Impulse der Moderne zusammenfinden.
Seit Mitte der 80er-Jahre lebt Thomas Fortmann mit seiner Familie in der Toskana – mit Ausnahme eines fünfjährigen Aufenthalts in Costa Rica um die Jahrtausendwende. Oft setzt er Projekte gemeinsam mit seiner Frau um. Er ist Vater von drei Töchtern und zehn Enkelkindern.
An seinem Wohnort war er Mitbegründer der Accademia Amiata und des Festivals Toscana delle Culture. Im Jahr 2016 initiierte er das CLAZZ International Music Festival.